Verlangen Hotels in Kanada bald einen Impfnachweis?

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Endlich gibt es einen Corona Impfstoff, der unsere Gesellschaft zurück in die Normalität führen kann. Aber auch mit der Einführung des Impfstoffes wird es für Touristen im Ausland Sonderregelungen geben. Wie erklären, ob man als deutscher Tourist in Kanada für Hotels künftig einen Impfnachweis benötigen wird.

Zurück in die Normalität?

Es sind Weihnachtsferien und Urlaubszeit, aber fast niemand darf in ein Hotel einchecken. Was vor einem Jahr noch unvorstellbar war, ist heute auf Grund der Corona Krise bittere Realität. Allerdings gibt es einen Hoffnungsschimmer: Inzwischen gibt es immer mehr Impfstoffe gegen Corona. Und seit Dezember hat  deshalb eine der größten Impfkampagnen der Menschheitsgeschichte begonnen.

Die ersten Impfungen gab es in Großbritannien. Direkt danach haben auch Kanada und die USA mit einer Impfkampagne gestartet. Und auch in Deutschland gab es jetzt schon die erste Impfung gegen Corona. Da die Impfungen schon jetzt in Kanada und in Deutschland zur Verfügung stehen, wachsen die Hoffnungen bei deutschen Reisefans. Ist eine Rückkehr in die Normalität bald wieder möglich? Kann man nach Kanada wieder wie vor Corona Reisen?

Nicht ganz. Denn auch wenn der Virus irgendwann besiegt ist, wird unsere Welt nie wieder wie vor Corona sein. Das heißt aber nicht, dass man jetzt keinen Urlaub mehr in einem der schönsten Länder unserer Erde machen kann. In diesem Artikel wollen wir genauer erklären, wie ein Urlaub im spektakulären Kanada zukünftig aussehen könnte.

Die weltweite Verteilung des Impfstoffes

Viele deutsche Urlauber wollen wissen, ob man für eine Flugreise nach Kanada bald einen Impfnachweis braucht. Um das zu beantworten werfen wir einen Blick auf die Verteilung der Corona-Impfungen.

Ein Impfstoff gegen Corona soll bald flächendeckend zur Verfügung. Deshalb wachsen die Hoffnungen bei deutschen Touristen auf einen baldigen Kanada Urlaub. Eine der Hauptsorgen ist dabei, ob man in kanadischen Hotels zukünftig einen Impfnachweis benötigt. Um das zu klären, schauen wir uns zunächst die Verteilung des Corona Impfstoffes an. Denn beides hängt unmittelbar miteinander zusammen.

Den Startschuss für eine der größten Impfkampagnen der Menschheitsgeschichte gab am 7. Dezember 2020 Großbritannien. Dort wurde eine Seniorin im Altersheim als erste Person außerhalb der Pharmatests gegen Corona geimpft. Seitdem ist die Impfkampagne in Großbritannien voll angelaufen. In ganz England, Wales, Schottland und Nordirland werden die Impfdosen verteilt. Inzwischen werden die Impfungen sogar schon von Hausärzten vergeben.

Auf diese Weise konnte Großbritannien bis Ende Dezember bereits mehr als 500.000 Menschen impfen. Dafür wurde bisher ausschließlich der Pfizer-Biontech Impfstoff verwendet. Das Land plant, dass bis zum Sommer ein Großteil der Bevölkerung gegen Corona geimpft ist. Ähnlich sehen die Pläne in Kanada und den USA aus.

Denn dies waren die zwei nächsten Industriestaaten, die mit dem Impfen begannen. Am 14.12 gab es die erste Impfung in den USA und schon am 15.12 die erste Impfung in Kanada. Die US-Regierung will bis zum Juni 2021 schon alle Bürger geimpft haben, die das möchten. Dafür wurde neben dem Impfstoff von Pfizer-Biontech auch der von Moderna zugelassen. Laut Ministerpräsident Trudeau soll dieses Ziel in Kanada bis zum September 2021 erreicht werden.

Und jetzt hat das Impfen endlich auch in Deutschland begonnen. Am 26.12 erhielt die 101-jährige Edith Kwoizalla den Impfstoff der Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer in einem Altersheim. Einen Tag später startete dann die offizielle Impfkamapagne in Deutschland. Der Plan des Gesundheisministeriums stimmt dabei mit dem der meisten Industrieländer überein: Bis zum Sommer soll ein Großteil der Bevölkerung gegen Corona geimpft sein.

Das Problem der Hotelbranche

Damit müsste dann ja bald wieder ein sorgenfreies Reisen auf der ganzen Welt möglich sein, oder? Nicht ganz. Zwar sind die EU und Nordamerika perfekt auf die Verteilung des Impfstoffes vorbereitet. Der Rest der (ärmeren) Welt aber nicht. Denn die WHO und UN-Programme, die eine faire Verteilung der Vaccine ermöglichen sollten, sind maßlos unterfinanziert. Alleine sind 3. Welt Länder aber nicht in der Lage diese Aufgabe zu bewältigen. Diese Länder haben weder den Einfluss noch das Geld, um sich genügend Impfstoffe zu sichern. Die Verteilung des Impfstoffs wird also sehr ungleich verlaufen.

Das stellt die weltweite Hotelbranche vor ein massives Problem. Denn die Hotelbesucher kommen nun einmal aus allen Teilen der Welt. Da es aber nicht überall einen Impfstoff gibt, können die Hotels eigentlich auch keinen Impfnachweis verlangen. Denn das würde ja bedeuten, dass man Staatsbürger bestimmter Länder von den Hotels ausschließen müsste. Gleichzeitig müssen die Hotels aber auch dafür sorgen, dass die eigenen Einrichtungen nicht zur Corona- Hotspots werden.

Was planen die kanadischen Hotels?

Die Hotelbranche steht zurzeit vor mehreren massiven Problemen. Das erste beginnt dann noch nicht einmal bei den Gästen, sondern beim eigenen Personal. Denn die gesamte Branche diskutiert gerade darüber, ob man Mitarbeiter zu einer Corona-Impfung zwingen kann. Sollte das nicht möglich sein, wäre es schließlich sinnlos die Gäste zum Impfen zu zwingen.

Die Antwort darauf sieht überall anders aus. In Kanada wird es für die Hotelbetreiber wohl fast unmöglich sein, selbstständig eine Impfpflicht einzuführen. Denn genauso wie in Deutschland gelten dort sehr strenge Arbeitsschutzsgesetze. Gleichzeitig hat die kanadische Regierung bereits bekannt gegeben, dass es in dem Land keine allgemeine Impflicht geben wird. Das macht es für die Hoteliers aktuell fast unmöglich, eine Impfpflicht auszusprechen.

Allerdings besteht weiterhin die Möglichkeit, dass die kanadische Regierung eine Impfpflicht für besonders gefährdete Gebiete einführen könnte. So zum Beispiel für Krankenhäuser und Altenheime. Oder eben für Restaurants und Hotels. Dann ist es natürlich auch wieder möglich, dass die Hotels einen Impfnachweis von den eigenen Gästen verlangen werden.

Wird es einen Zwang für einen Impfnachweis in Kanada geben?

Wie bereits erwähnt, ist diese Frage aktuell noch schwer zu beantworten. Denn einmal wissen die Hoteliers noch nicht, wie sie mit ihren internationalen Gästen verfahren sollen. Schließlich verläuft die Verteilung des Impfstoffes überall anders. Weiterhin bleibt abzuwarten, ob Kanada eine Impfpflicht für gefährdete Bereich einführt. In einem solchen Fall wäre es dann sehr wahrscheinlich, dass man als deutscher Urlauber einen Impfnachweis vorzeigen muss.

Es gilt aber noch einen anderen Faktor zu bedenken. Und zwar die Einreise nach Kanada. Denn dass es in dem Land keine Impfpflicht geben wird, gilt eventuell nur für Einwohner. Es ist trotzdem gut möglich, dass man für eine internationale Einreise zukünftig einen Impfnachweis benötigt. Eben so, wie man jetzt schon oft einen negativen Corona Test benötigt.

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